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Bei der Bodengestaltung handelt es sich um Intarsien aus drei Sorten von
Naturstein. In die quadratisch gerasterte Grundfläche des Steinbodens
der Schulaula aus gelblichem bayerischen Jura-Kalk sind Formen aus schwarzem
spanischen Granodiorit und aus weißem Lasa- Marmor eingelegt.
Die weißen Formen, gestauchte Kreise bzw. Ellipsen, die sich auf
die Lichtkegel des durch drei kreisrunde Oberlichten eintretende Sonnenlichts
beziehen, halten den Sonnenstand um jeweils 11.15, 12.15, 13.15, 15.15
und 17.15 Uhr fest.
Die schwarzen Streifen stellen die Schatten einzelner senkrechter Fensterstreben
dar. Die hier aufgezeichneten Uhrzeiten stehen für 9.15, 10.15, 11.15,
14.15, 16.15, 18.15 und 19.15 Uhr. Die Parallelen stehen immer für
die gleiche Uhrzeit. Der Zeitraum der (längsten) Sonnenbelichtung
der Aula wird durch die kürzesten, morgens um 9.15 Uhr, und die längsten
Schattenstreifen abends um 19.15 Uhr abgesteckt.
Der Zeitpunkt der eigentlichen Sonnwende für diesen Ort, also München,
ist in 3 weißen Ellipsen um 13.15 Uhr festgehalten: gleichzeitig
der Zeitpunkt der kürzesten Schatten am 21. Juni 1998.
Im Ablauf des Jahres können die Schulkinder, wenn die Sonne scheint,
auf dem 210 qm großen Bodenbild spielerisch verfolgen, wann die
Sonnenflecken und Schatten auf die sie entsprechenden Formen treffen,
wie die Schatten länger werden und sich fortwährend auf dem
Boden das Schattenbild gegen das Steinbild verschiebt. Nur an einem Tag
im Jahr stimmt es überein: zur Sommersonnwende.
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