STEFAN MORITZ BECKER

 

Ausstellung

Eine Donauquelle

Städtische Galerie im Turm, Donaueschingen
Ausstellungsdauer: 20.1. bis 1.3. 2003
Ortsbezogene Malerei und Fotos

Zur Eröffnung liest die Münchener Schauspielerin Silvia Mayrhofer eine Auswahl von Texten aus Ivan Illich: H20 oder die Wasser des Vergessens, Francis Ponge: Im Namen der Dinge und Claudio Magris: Donau, Biographie eines Flusses.

 


Die Ausstellung Eine Donauquelle besteht aus einer auf den Ort - in unmittelbarer Nachbarschaft zur berühmten Donauquelle - zugeschnittenen Konstruktion aus bemalten Folien und einer Serie von gerahmten Farbfotos. 

Der turmartigen Galerieraum wird fast gänzlich von einer kreisrunden Skulptur ausgefüllt, die bis zur Decke reicht und einen Durchmesser von etwa 5 Metern hat. Dieser 9 Meter hohe Zylinder aus transparent blau bemalten PE-Folien bildet einen Raum im Raum und ist gleichzeitig eine Art dreidimensionales, begehbares Gemälde, das die Wendeltreppe in seiner Mitte umschließt. Der Zylinder wirkt einerseits durch seine Größe wuchtig, doch auch durch seine Materialität, frei von der Decke hängenden transparenten Farbbahnen, fließend. Seine Form stellt durchaus eine Analogie zur runden Einfassung der Donauquelle dar, doch soll die Ausstellung keine Bebilderung der oder einer Donauquelle sein. Es werden unterschiedliche Assoziationen geweckt von fließendem Wasser, Quelle, Brunnenschacht bis hin zu (profaner) Duschvorhang. Die Masse an blauer Farbe, die im Laufe des Tages je nach Sonnenstand changiert, hat eine kühle und beruhigende Ausstrahlung. Bei Sonnenschein werden die kristallinen Formen der Fenster des postmodernen Turms auf die bemalten Folienbahnen projiziert.

Die Titel der begleitenden Reihe von Farbfotos (Ilfochrome, 39 x58 cm), sprechen für sich: Quelle 1, Flusslandschaft, Rheinfall grün, Rheinfall orange, Donauquelle, Unterwasserlicht, Die Quelle des Malers.

 


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