STEFAN MORITZ BECKER

 

Ausstellung

Fenster / Bilder


Firma Getrag, Getriebe- und Zahnradfabrik, Heilbronn/Untergruppenbach

19. September 2003 bis 25. Januar 2004
Ortsbezogene Malerei und Bilder.

41 bemalte Glasscheiben und 44 Gemälde



"7 Fenster vor Spinnweben vor Wasser"


Für die Ausstellung " Fenster / Bilder " wird eine speziell auf das Firmengebäude der GETRAG bezogene Malerei in situ entwickelt, der die Präsentation einer Reihe von Gemälden gegenübersteht. Aus der Kombination von auf den Ort bezogener farbiger Gestaltung mit in sich geschlossenen Bildern ergibt sich eine spannender Dialog mit der rationalen und rein auf die Materialfarben reduzierten Ästhetik des Gebäudes.

Mehrere ausgewählte Fensterscheiben des Foyers, die Basis des gläsernen Aufzugs und der Glaskubus des Eingangs mit seinen Schiebetüren werden für die Dauer der Ausstellung farbig gestaltet. Zusätzlich werden 12 Fenster der Werkhalle bemalt. Die transparente Beschichtung mit einem deutlich sichtbaren malerischen Duktus besteht aus einem Acrylfilm. Durch die bemalten Scheiben betrachtet, erscheint die Arbeitssituation in der Werkhalle oder auch die Ausblicke in die die Fabrik umgebende Landschaft wie gemalt. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen den Fenstern als farbigen Filtern vor der Landschaft und den dem Gebäude vorgelagerten Wasserflächen als spiegelnde Ebenen zwischen der Umgebung und dem Innenleben der Firma. Die Bemalung der Glasflächen und die über 3 Stockwerke der Eingangshalle verteilte Platzierung der intensiv farbigen Gemälde auf den grauen Sichtbetonwänden setzen den Dialog zwischen Farbe und Architektur in Gang. Die zum Teil großformatigen Gemälde auf Leinwand wirken zwar durch ihre intensive Farbigkeit expansiv, sind jedoch subtil abgestimmte und in sich geschlossene Strukturen. Auch bei den gerahmten Papierarbeiten wird die räumliche Wirkung der Farbflächen untersucht.

Der gedankliche Leitfaden der Ausstellung ist von der Frage bestimmt, wann wird das Bild zum Bild, wann ist es Teil der Architektur? Wird das Fenster selbst durch die Bemalung zum Gemälde oder ist es eher ein farbiger Filter vor der Wirklichkeit?
Das Bild/ Gemälde wiederum ist ein Fenster in eine andere Wirklichkeit (Kandinsky).

 

 
    "Bauhaus reconstructed"
 
 
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