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Für die Ausstellung " Fenster / Bilder " wird eine speziell
auf das Firmengebäude der GETRAG bezogene Malerei in situ entwickelt,
der die Präsentation einer Reihe von Gemälden gegenübersteht.
Aus der Kombination von auf den Ort bezogener farbiger Gestaltung mit
in sich geschlossenen Bildern ergibt sich eine spannender Dialog mit der
rationalen und rein auf die Materialfarben reduzierten Ästhetik des
Gebäudes.
Mehrere ausgewählte Fensterscheiben des Foyers, die Basis des gläsernen
Aufzugs und der Glaskubus des Eingangs mit seinen Schiebetüren werden
für die Dauer der Ausstellung farbig gestaltet. Zusätzlich werden
12 Fenster der Werkhalle bemalt. Die transparente Beschichtung mit einem
deutlich sichtbaren malerischen Duktus besteht aus einem Acrylfilm. Durch
die bemalten Scheiben betrachtet, erscheint die Arbeitssituation in der
Werkhalle oder auch die Ausblicke in die die Fabrik umgebende Landschaft
wie gemalt. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen den Fenstern als farbigen
Filtern vor der Landschaft und den dem Gebäude vorgelagerten Wasserflächen
als spiegelnde Ebenen zwischen der Umgebung und dem Innenleben der Firma.
Die Bemalung der Glasflächen und die über 3 Stockwerke der Eingangshalle
verteilte Platzierung der intensiv farbigen Gemälde auf den grauen
Sichtbetonwänden setzen den Dialog zwischen Farbe und Architektur
in Gang. Die zum Teil großformatigen Gemälde auf Leinwand wirken
zwar durch ihre intensive Farbigkeit expansiv, sind jedoch subtil abgestimmte
und in sich geschlossene Strukturen. Auch bei den gerahmten Papierarbeiten
wird die räumliche Wirkung der Farbflächen untersucht.
Der gedankliche Leitfaden der Ausstellung ist von der Frage bestimmt,
wann wird das Bild zum Bild, wann ist es Teil der Architektur? Wird das
Fenster selbst durch die Bemalung zum Gemälde oder ist es eher ein
farbiger Filter vor der Wirklichkeit?
Das Bild/ Gemälde wiederum ist ein Fenster in eine andere Wirklichkeit
(Kandinsky).
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